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Höhlenrettung übt im Bielatal

Höhlenretter aus ganz Deutschland weisen ihr Können nach

40 Höhlenretter aus ganz Deutschland haben sich Samstag zum Üben im Bielatal getroffen.
Dabei mussten die vier Gruppen einen schwer Verletzten aus der "Tiefen Höhle" und eine leicht Verletzte aus der "Wohlrab-Höhle" befördern. Verunglückte mussten auf einer Trage fixiert und teils vertikal aus dem engen Schacht gezogen werden. 
Für die Bergungsmaßnahmen muss die entsprechende Technik wie Flaschenzüge, Seile und Karabiner in die Höhle transportiert werden, gleichzeitig erfolgen Maßnahmen wie die Einseiltechnik für Schachthöhlen (Knoten, Schachteinbau, Abseilen, Traversieren, Umsteigen, Aufsteigen), die Handhabung der Höhlenrettungstrage, die Schachtbergung (mit und ohne Trage) oder der Verankerungsbau (Setzen von Einbaupunkten, Ausgleichsverankerung)

"Die Höhlenrettung ist ein hoch spezialisierter Teil der Bergwacht.
Ihre besonderen Fähigkeiten werden leider auch in den sächsischen Mittelgebirgen angefordert", erklärte Thomas Eckert von der Bergwacht Sachsen. Einsätze wie im März 2017 - ein eingeklemmter Höhlenforscher musste aus einer engen Höhle bei Pirna gerettet werden -, seien nicht alltäglich und könnten Stunden oder sogar Tage andauern: "Umso wichtiger ist das regelmäßige Training und der Austausch mit anderen Höhlenrettern."
Die DRK Bergwacht Sachsen gehört zum Rettungsdienst. Sie hat die Aufgabe, in unwegsamem Gelände und im Gebirge Bergsteiger, Wanderer und Skifahrern aus Notlagen zu retten und sie medizinisch zu versorgen. Insgesamt gibt es 20 Bergwachtbereitschaften, die sich in die Abschnitte Zittauer Gebirge, Sächsische Schweiz, Osterzgebirge und Westerzgebirge-Vogtland aufteilen.
2017 rückten die 383 aktiven Mitarbeiter zu mehr als 400 Einsätzen aus.
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29. Juni 2018 15:23 Uhr. Alter: 20 Tage